Energietisch Altenberg e.V.

Solarbundesliga – Meisterschaft 2013/2014 abgeschlossen

Altenberg belegt 5. Platz in Sachsen. Im Ortsteilwettbewerb belegen Falkenhain den 1. und Oberbärenburg den dritten Platz im Freistaat.

Die Würfel für die Solarbundesligasaison 2013/2014 sind gefallen. Ungeschlagener Meister der Saison unter den Kleinstädten ist das baden-württembergische Rot am See. Danach kommen üblicherweise fast nur Städte aus BW und Bayern. Im Bundesmaßstab beteiligten sich 2403 Kommunen am Wettbewerb, in denen über 37,5 Millionen Menschen leben.
Der Freistaat Sachsen ist mit 21 Städten im Wettbewerb vertreten. Altenberg landet mit 454 Punkten nach Neustadt/Vogtland, Öderan, Mildenau und Arnsdorf auf den 5. Platz. Für die Meisterschaft 2014/2015 hatte die Altenberger Solarinitiative nach Zählung (Solarthermie) und statistischer Erhebung (ENSO) im erweiterten Gemeindegebiet 211 Anlagen zum Anmeldeschlusstermin 31.05.2014 gemeldet. Damit ernten die Altenberger auf über 7 000 qm Solarfläche die Sonne. Bei 148 Solarwärme- und .63 Solarstromanlagen sind das immerhin jährlich über 600 000 kWh Wärme und über 400 000 kWh Strom. Die Stadt leistet damit einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz.

Der Zubau an Anlagen ist im vergangenen Jahr weiter zurück gegangen, bleibt aber dennoch auf niedrigem Niveau etwa konstant.

Im Wettbewerb der Ortsteile haben Falkenhain und Oberbärenburg die Nase vorn.

Im Bundesmaßstab beteiligten sich in der abgelaufenen Saison 912 Ortsteile am Wettbewerb. Im Freistaat Sachsen sind 33 Ortsteile darin vertreten.

Der Altenberger Ortsteil Falkenhain ist mit 1547 Punkten vor Sinz (Perl/1342 P.) ungeschlagener Sachsensieger, gefolgt von Oberbärenburg, der mit 1215 Punkten Dritter wird. Unter den ersten 10 in Sachsen liegen auch die Altenberger Ortsteile Hirschsprung (4./823), Schellerhau (6./809), Waldidylle (7./795), und Löwenhain (10./633). Unter die ersten 20 kommen auch Geising (13./486), Bärenstein (15./447), Rehefeld (16./375), Zinnwald (17./367), Lauenstein (18./354) und Bärenfels (19./335).

Die Altenberger reihen sich mit ihren Solarstromanlagen in die 1,3 Millionen Anlagen ein, die bundesweit Strom produzieren. Diese liefern an manchen Tagen bereits doppelt so viel Strom wie alle acht noch am Netz verbliebenen Atomkraftwerke. Kleinvieh macht eben auch Mist. Mit den anderen erneuerbaren Quellen zusammen werden im Bundesgebiet heute schon rund 30 % unseres Verbrauchs aus Ökostrom gespeist. Bei der Wärmeversorgung aus 100 % erneuerbaren Energien ist der Weg zur Vollversorgung hingegen immer noch weit. Nicht jeder hat schließlich wie Falkenhain 1,23 oder Oberbärenburg 1,15 Quadratmeter Solarwärmekollektoren je Einwohner vorzuzeigen. Keine Stadt bzw. kein Ortsteil in Sachsen kann eine solche Dichte je Einwohner nachweisen und auch bundesweit mischen die beiden Ortsteile vorn mit.

Allen teilnehmenden Ortsteilen herzlichen Glückwunsch! Die Urkunden werden in der Stadtratssittzung am 08.09.2014 übergeben.

Die Solarbundesliga wird organisiert von der Solarthemen-Redaktion in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe e.V. An der Solarbundesliga können sich alle selbstständigen Städte und Gemeinden beteiligen. Ortsteile werden zusätzlich in der Tabelle der Ortsteile gelistet.

Im Punktsystem ergeben bei Solarstrom- und Solarthermieanlagen jeweils 1 Watt pro Einwohner 1 Punkt. Bei PV-Anlagen werden für die Kommune die installierten Watt-Leistung und bei Solarthermieanlagen die installierten Quadratmeter angegeben. Letztere werden von der Solarbundesliga nach internationalen Standards in die entsprechende Leistung umgerechnet. Die Leistung von einem Quadratmeter verglaster Kollektorfläche liegt bei rund 700 Watt. Die Punkte bei Photovoltaik und Solarthermie werden addiert. Hinzu kommen Bonuspunkte, die eine ausgeglichene Entwicklung der beiden Teilbereiche Solarstrom und Solarwärme belohnen. Der Bonus ergibt sich aus dem doppelten geometrischen Mittel der beiden Teilpunktzahlen.

 Siehe auch www.solarbundesliga.de

 Dietrich Papsch, Energie-Tisch Altenberg e.V., 15. 08. 2014