Energietisch Altenberg e.V.

Standpunkt des Energietisch Altenberg e.V. zur Windkraft

Zugegebenermaßen ist das Thema Großwindanlagen selbst unter den Vereinsmitgliedern nicht unumstritten. Weitgehend Konsens gibt es jedoch unter unseren Mitgliedern zu diesem Windkraft-Standpunkt:

  • Wir wollen die rasche Energiewende von den fossil-atomaren hin zu den erneuerbaren Energien ohne Ausgrenzung erneuerbarer Energiegewinnungsarten, auch nicht der Windkraft.
  • Wir wollen die dezentrale Energiewende. Wo die Energie benötigt wird, dort soll sie im Prinzip auch erzeugt werden. Wir halten deshalb im Strombereich Offshoreanlagen auf dem Meer oder Großprojekte wie Desertec mit notwendigen langen Übertragungsleitungen für wenig sinnvoll. Onshore ist wesentlich kostengünstiger als Offshore.
  • Wir wollen die dezentrale Energiewende und treten dafür ein, dass Energie in Bürgerhand kommt, in die Verantwortung der Kommunen, der Stadtwerke und nicht in Großkonzerne.
  • Wir treten ein für Bürgersolarkraftwerke, Bürgerwindanlagen und Bürgerwindparks und plädieren für Energiegenossenschaften, die diese betreiben, wie es bereits über 600 Energiegenossenschaften in Deutschland tun. Diese zeigen u. a. in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und anderen Bundesländern, dass, wenn Bürger von Anfang an einbezogen werden, die Akzeptanz zu Windkraft steigt, weil die Menschen und die Gemeinden davon auch den Nutzen haben. In Windkraft darf nicht über die Köpfe der Menschen hinweg investiert werden, schon gar nicht durch windige Investoren und Investmentfonds, wie im Falle Proton.
  • Wir möchten nicht, dass unser Erzgebirge mit Windrädern zugestellt wird. Aber wir möchten auch nicht, dass in Sachsen oder im Erzgebirge generell keine Windräder mehr errichtet werden dürfen. Wir halten die von Bayern und Sachsen im Bundesrat geforderte 10H-Regelung (10 x Höhe Windrad = Mindestabstand zu Häusern) für übertrieben, wie auch die in der EEG-Reform beinhaltete Ausschreibungspflicht und Stromselbstvermarktung, die für Bürgerenergie nahezu das Ende bedeuten.
  • Wir machen uns große Sorgen darüber, wie wir in Sachsen dem Klimawandel beikommen wollen, wenn der Freistaat gleichzeitig weiter vor allem auf klimaschädliche Kohle setzt und klimafreundliche Windkraftanlagen ausgegrenzt werden.